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„Nagelsmann & Roger Schmidt“ – Didi Hamann nennt mögliche Guardiola-Nachfolger bei ManCity

Philipp Stottan  3. März 2025
Didi Hamann
Didi Hamann sieht mögliche Guardiola-Nachfolger aus Deutschland. (© Peter Schatz / Alamy Stock Photo)

Im dritten und letzten Teil des großen Wettbasis-Interviews, blickt Didi Hamann etwas über den deutschen Tellerrand hinaus.

Der 51-Jährige spricht vom Ende der Ära Pep Guardiola bei Manchester City und bringt zwei deutsche Trainer als mögliche Nachfolger ins Spiel, lobt den Spielstil vom FC Liverpool, spricht über arabischen Investoren in England und wie Deutschland die Situation handhaben soll und was er von Baller- & Icon League hält.

Hier geht es zum ersten Teil über Hamanns Vergangenheit beim FC Hollywood und seine Rolle als Experte, im zweiten Teil spricht er über Musialas Vertrag, Wirtz‘ Zukunft und die Deutschen in der Champions League.

Nachdem Hamann im ersten Teil des mehrteiligen Interviews über den FC Hollywood, Tabus als Experte oder seine Beziehung zu Max Eberl gesprochen hat, geht es diesmal um die Zukunft von Florian Wirtz, warum der neue Vertrag Jamal Musiala nur schadet, Kovacs Aussagen über Brandt und warum ein deutsches Team ins Champions-League-Finale kommen wird.

 

 

Didi Hamann über Guardiola-Nachfolger: „Einige Deutsche werden gehandelt werden“

 
Wettbasis: Sie haben auch gesagt der Zyklus Pep Guardiola ist beendet. Was glauben Sie denn, wer wird Nachfolger sein? Sind da auch die deutschen Trainer, also Nagelsmann eventuell, mit zu nennen?

Didi Hamann: „Nagelsmann wird mit Sicherheit ein Thema, weil ich glaube, dass der Pep eine hohe Meinung von Nagelsmann hat. Er scheint ja sehr verwurzelt beim DFB zu sein und sehr happy zu sein.

Eine WM steht vor der Tür. Ich glaube nicht, dass ein Nagelsmann die WM in Amerika, Mexiko und Südamerika oder wo sie überall spielen, dass er die aufgibt für den Job jetzt bei Manchester City. Ich glaube, dass er das nicht aufgeben wird. Aber Thema wird er sein.

Wo sie sich hinbewegen? Also ich könnte mir vorstellen, dass der Guardiola da schon befragt wird, was er denkt, was möglicherweise das Beste wäre. Und da werden einige deutsche Trainer, ein Roger Schmidt ist auf dem Markt, auch Thema sein. Ich kann mir schon vorstellen, dass einige Deutsche dort genannt und gehandelt werden.

Ob es dann einer wird, muss man sehen. Also noch ist ja Guardiola noch da. Deswegen müssen wir noch ein bisschen warten.“

 
Wenn man jetzt sagt der Zyklus ist beendet, dann ist es ja auch ein Stück weit die Spielidee. Also permanent den Ball zirkulieren lassen bis zum Erbrechen, um es mal drastisch auszudrücken. Welche Tendenzen sehen Sie im Fußball, die mit Sicherheit stilbildend sein werden?

Hamann: „Das sind immer Momentaufnahmen. Als Guardiola das gespielt hat, da hat jeder versucht, den Ball zu passen und von hinten heraus zu spielen. Ich bin da immer vorsichtig, weil das sind alles Zyklen oder Momentaufnahmen. Du musst erfolgreichen Fußball spielen und du musst Spieler haben, die wissen, in welcher Situation sie das Richtige tun.

Das ist mal der Kurzpass oder dass man mal Fußball spielt, wenn sich das Spiel beruhigt, oder es kann auch mal der lange Ball sein. Und ich glaube, Liverpool ist da im Moment das beste Beispiel. Die sind sehr flexibel. Da gibt es nicht einen Weg, wie sie spielen. Die sind einfach variabel und flexibel.

Und ich glaube, das macht es im Moment auch so gefährlich. Und bei City musst du schauen, die haben natürlich auch eine sehr alte Mannschaft jetzt, da werden einige Spieler nächste Saison wahrscheinlich nicht mehr da sein. Und dann haben sie ja diese Vergehen mit der Premier League auch noch. Das kommt auch noch.

Also im Moment ist das, glaube ich, alles etwas ungewiss, da was dabei City passiert.“

 
Apropos Liverpool: Darwin Nunez, der performt nicht. Was ist da los? Ist da irgendwas, was Sie benennen können?

Hamann: „Abschluss-Schwäche. Er hat viele Chancen, hat jetzt eine große Chance bei Aston Villa wieder verschossen. Die Ruhe vor dem Tor hat er nicht. Ob er die jetzt noch bekommt in seinem Alter, ich weiß es nicht.

Das ist ein unheimlich wichtiger Spieler, weil er Räume schafft, Riesenkörper, Tempo. Wenn er den Abschluss hätte wie ein Salah, dann wäre er wahrscheinlich der weltbeste Spieler. Aber das gehört natürlich als Stürmer dazu. Und ja, da verlässt ihn ab und zu die Ruhe vorm Tor. Leider.“

 

 
Man kennt das Bestreben von Saudi-Arabien, und das ist ja jetzt auch schon praktisch durch Infantino abgesegnet worden, eine Sportnation im großen Stil zu werden. Das beinhaltet natürlich auch, dass Klubs gekauft werden. Also in der Premier League ist es ja sowieso schon der Fall. Welche Chancen und welche Risiken sehen Sie?

Hamann: „Also die Chance ist, dass sich in den Ländern, wir hatten ja die Diskussion mit Katar, etwas ändert, dass sie sich öffnen. In der Premier League, in Newcastle, sind sie ja schon vertreten. In der Premier League ist es möglich.

In Deutschland ist es ja nicht möglich, sich da so an Vereinen zu beteiligen.“

 
Würden Sie das ändern?

Hamann: „Nein, ich würde es wahrscheinlich nicht ändern. Also vielleicht wird man irgendwann dahin kommen, das den Vereinen freizustellen. Aber es ist natürlich schon bei uns so, da steht der Fan noch im Mittelpunkt und das ist auch gut so, das sind erschwingliche Preise. Viele Besitzer in England, die kommen da hin und versuchen Geld zu verdienen.

Und wenn man sich mal anschaut, was bei Manchester United passiert, die wirklich Richtung Abgrund laufen seit zehn Jahren und es ändert sich nichts. Da ist ein neuer Besitzer, der eine Minderheitsbeteiligung hat, aber das ist sehr verfahren. Es gibt auch andere Beispiele, ob das Leeds ist, ob das Portsmouth ist, die dann auch insolvent waren. Also es gibt natürlich gute Beispiele wie bei City, die das wunderbar gemacht haben, die Leute aus Abu Dhabi.

Aber es gibt auch ungute Beispiele, die dann in der Insolvenz geendet sind. Und deswegen, ich würde es in Deutschland so beibehalten und das ist natürlich, wenn dann Geld aus anderen Ländern kommt, das ist immer eine Chance, vielleicht auch irgendwo ein Risiko. Aber um das beurteilen zu können, da muss man wahrscheinlich zwei, drei Jahre warten.

Und wie gesagt, die Engländer haben den Weg eingeschlagen und wie sich das jetzt weiterentwickelt – ist natürlich ein Riesenbusiness, die Premier League, die wird auf der ganzen Welt geschaut – werden wir sehen.

 

 
Aber mit dem Ergebnis, das Sie vorhin angesprochen haben, dass die Eintrittspreise natürlich wesentlich höher sind als hier.

Didi Hamann: „Korrekt. Und auch Auswärts-Tickets. Und das würde bei uns wahrscheinlich so nicht funktionieren. In Cardiff ist ein Besitzer gekommen aus Malaysia und dann haben die Bluebirds plötzlich dann in Rot gespielt und ich kann mir das gar nicht vorstellen, in Deutschland wäre das nicht möglich. Da wäre das Stadion leer.

Die Engländer machen das noch so ein Stück weit mit, bzw. die Briten, sind ja Waliser in Cardiff. Aber in Deutschland wäre das nicht möglich. Und ich glaube, so wie wir im Moment unterwegs sind und wir sind konkurrenzfähig, das darf man nicht vergessen, also wir haben jetzt drei Mannschaften unter den letzten 16, die Stuttgarter haben es knapp verpasst, leider. Wir haben drei Mannschaften da, wir sind konkurrenzfähig.

Ich glaube, so wie es im Moment ist, natürlich muss man immer schauen, wo man was anpassen oder ändern kann, aber ich glaube, so wie wir im Moment unterwegs sind, ist es für viele oder alle das Beste.“

 
Eine abschließend Frage: Die Iconic League und Baller League, also alles etwas neuere Formen der Fußballunterhaltung, wie stehen Sie dazu?

Hamann: „Ich habe sie nicht gesehen. Ich verstehe die jungen Leute, dass da über TikTok viel Traffic generiert wird. Aber ich habe es noch nicht gesehen und habe es jetzt auch nicht wirklich vor.

Habe nicht wirklich vor, das zu ändern.“

 
Das heißt, wir werden Sie dort nicht sehen?

Hamann: „Sehr unwahrscheinlich.“

 
Vielen Dank, Didi Hamann.

Didi Hamann: „Sehr gerne!“

 

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Philipp Stottan

Philipp Stottan

Alter: 31 Nationalität: Österreich Lieblings-Wettanbieter: Bet-at-home, Bet365

Das Thema Sport und all seine Facetten begleitet Philipp, seit er denken kann. Zu Schulzeiten entwickelte sich dann die Leidenschaft fürs Schreiben, weshalb er schon früh Erfahrungen in der Medienbranche sammeln konnte.   Mehr lesen